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Die Einladungen für die Gemeindeversammlung im Gasthaus "Alt Wieren" waren in Wieren erst kurzfristig eingetroffen. In den weiteren 10 Dörfern der Gemeinde Wieren hatte es besser geklappt. Bürgermeister Peter Meyer konnte über 80 Interessierte Bürger begrüßen. Und was er, Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke und Alexander Kahlert zu berichten hatten, klang durchaus vorsichtig positiv, denn der Anstieg der Verschuldung scheint gebremst. Aber auf die 2.865 Einwohner der Gemeinde Wieren lasten noch immer 166 Euro Schulden je Kopf, dazu kommen noch 182 Euro aus der Samtgemeinde Wrestedt. Die beiden Bürgermeister waren sich einig. „Bei den in den nächsten 5 Jahren erforderlichen Strukturveränderungen wollen wir selbst agieren und nicht wie vor 35 Jahren bei der Gebietsreform geschoben werden.“ So blieb auf die Frage nach der künftigen Gemeinde alles offen. Ob es nun Gemeinde, Samtgemeinde oder gar Kreis so weiter geben wird, muss diskutiert werden. Aufatmen nach dem "Geldsegen" aus Hannover. Klar ist, dass z.B. der vorbildliche Kindergarten in Wieren bei den erweiterten zukünftigen Aufgaben treurer werden wird. Harald Benecke: „Der finanzielle Ausgleich für die vergangenen 15 Jahre ist noch lange nicht erreicht.“ So konnte bei der Suppe zu Beginn der Gemeindeversammlung endlich aus dem „Vollen“ geschöpft werden und das „Auslöffeln der Suppe“ bereitete bei diesen Rahmenbedingungen mehr vergnügen. Bürgermeister Peter Meyer und später auch der Chronist mit vielen Bildern und humorvollen Kommentaren, konnte von einer überaus aktiven Bürgerschaft berichten. Ob nun das Betreiben des Sommerbades in Eigenregie, die Feiern zum 1000-jährigen-Jubiläum in Gr. Bollensen, die Feuerwehrfeste (u.a. 100 Jahre Drohe), das Chorkonzert in Kaiser-Behns-Scheune oder das stimmungsvolle Adventskranzanzünden an der Hauptstraße. 2007 gibt es wieder etwas zu feiern: Ostedt wird 975 Jahre alt (14./15. Juli) und die Feuerwehr in Emern 100 Jahre (8. – 10. Juni). Die A39 durchneidet die Gemeinde Wieren, auch wenn die veränderte Variante weiter östlich verlaufen soll. Vom Widerstand war zumindest auf der Gemeindeversammlung nichts zu spüren. Peter Meyer: „Im Wierener Gemeinderat ist es bunter geworden.“ Neben der langjährigen Mehrheitsfraktion CDU mit Peter Meyer als Bürgermeister und der „traditionellen“ Opposition SPD, gibt es jetzt auch „Grüne“ und „WUB“ im neu gewählten Gemeinderat. Der Ausbau der Hauptstraße (L 270) war nicht nur bei der jahrelangen Planung und bei dem Bau (2003 und 2004) eine unendliche Geschichte, sondern bleibt es auch bei der Abrechnung. Stellvertretender Gemeindedirektor Alexander Kahlert: „Die Anlieger werden jetzt im März 2007 wohl die Veranlagungsbescheide erhalten.“ Wie Kooperation bei Erhalt der Selbständigkeit gut funktionieren kann, darüber berichtete Pastor Kernich. Seit 2001 arbeiten die rd. 2.300 Gemeindeglieder der Kirchengemeinden Lehmke und Wieren, der finanziellen Not gehorchend, eng und zunehmend erfolgreicher zusammen: Pastor Kernich: „Die Gemeindeglieder kommen sich zunehmend näher. Zu den Fotos: Nicht nur bei der Suppe kann inzwischen wieder mehr aus dem „vollen“ geschöpft werden.
Viele Informationen auf der Gemeindeversammlung in Wieren
Bürgermeister Peter Meyer konnte von vielen Aktivitäten in der Gemeinde Wieren berichten
Pastor Kernich zeigte auf, wie die Zusammenarbeit zwischen zwei Kirchengemeinden funktioniert
Trotz verbesserter Zahlen in der Gemeinde Wieren und Samtgemeinde Wrestedt: Skeptische Blicke von Pastor Kernich (links) und Bürgermeister Meyer.
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