|
Nach der Auflösung der Gemeinde Wieren bzw. der Fusion mit Wrestedt und
Stadensen wollen einige Wierener um Jochen Steinhagen herum die Flinte
nicht ins Korn werfen sondern fragen sich: Welche Visionen gibt es für
Wieren?“, Antworten auf die veränderte kommunale Präsenz, die
Bevölkerungsentwicklung, die erforderlichen Verbesserung der dörflichen
Infrastruktur und insbesondere der Erhalt der Grundversorgung sind eine
Teil der Probleme. Die räumliche Ausdehnung der Kirchengemeinden Lehmke
und Wieren könnten die Region sein.
Auf einer Informationsveranstaltung war Ulrich David, Vorstand vom
Verein „Bürger für Resse“, als Referent vor 40 Bürgern zu Gast im
Gasthaus Burmester in Drohe. Dabei waren u.a. auch Wierens Bürgermeister
Peter Meyer, Wrestedts Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke und
Pastor Christian Schefe.
Resse in der Wedemark, vor den Toren Hannover, drohten der Verlust der
ärztlichen Versorgung und die Abwanderung des Lebensmittel-marktes.
Zunächst wurde der Verein gegründet, dann zur Umsetzung eine
Genossenschaft. Das Ärztehaus und der Lebensmittelmarkt sind erfolgreich
umgesetzt. Neueste Ideen der Resser sind ein Moor-informationszentrum
und das ließ die Wierener aufhorchen, ein Projekt „Barriere freies
Wohnen“, so dass auch ältere Menschen im Heimatort wohnen bleiben
können.
Ulrich David: „Es gibt ein positives Wir-Gefühl in Resse und es geht
bergauf.“
Auch wenn Resse schon allein wegen der doch erheblich höheren
Kaufkraftkennziffern, der Nähe zu Hannover und der geschichtlichen
Entwicklung nicht immer mit Wieren vergleichbar ist, wurde doch
vereinbart, sich auch vor Ort zu informieren, aber auch die „Visionen
für Wieren“ weiter zu diskutieren. Initiator Jochen Steinhagen ist
zuversichtlich: „Wieren und die Dörfer drum herum haben mit einem
erfolgreichem aktiven Vereinsleben, wie dem Sommerbad, schon viel
erreicht. Warum sollten da nicht auch neue Visionen umgesetzt werden
können?“ |