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Neu in Wieren: Wieren-Lied und Prinzenpaare
Erstes Februarwochenende, das
bedeutet in Wieren: Ausnahmezustand. Drei tolle Maskeradentage standen unter dem
Motto „Wierener Chaostage.“ Bei der Prunksitzung in der Narrenhalle im Gasthaus
Wieren bebte der Saal. „Die Wierener Saalspatzen“ brachten das Wieren-Lied zur
Uraufführung. Bei allen Veranstaltungen wurden immer wieder der Refrain „Einmal,
zweimal, dreimal, Wieren, Wieren, Helau“ angestimmt. Begonnen hatte die
Prunksitzung im ausverkauften Haus mit dem Aufmarsch der Prinzengarde, des
Kinderprinzenpaares, Laura Becker und Rene Köhler und des Prinzenpaares,
Annegret, der „saunierenden Badenixe“ und Bernhard, dem „Bollenser Geschichtler“
(Bock). Dann lief eine von Hilde Schoop perfekt organisierte über dreistündige
Narrenshow über die Bühne. Getreu dem Chaosmotto gab es von der Donnertruppe und
den Prinzen gleich zwei lustige Darbietungen mit Mülltonnen. Patrick Licht hatte
mit seiner Büttenrede und einer „Naturkostprobe“ die Lacher schnell auf seiner
Seite, genauso wie das Fernsehstudio von und mit Bernd Hintzpeter „Freies
Wieren“ mit Seniorengymnastik und Kochstudio. Mit einer musikalischen
Gerichtsverhandlung erfreuten Ruth Riggert als Richter und der singende Vagabund
Brigitte Oetzmann. „Sixpack“, seit 5 Jahren immer dabei nahmen die Leistungen
der Fußballherrenmannschaft auf die Schippe. Tanzvorführungen der
Funkenmariechen des TuS Wieren, Jazztanz zum Thema Vampire und Samba wurden
begeistert beklatscht. Da wollten auch die Erwachsenen nicht nachstehen.
„Schwarze Fantasien“ der Prinzessinnen und „Samba-Feeling“ der Dorffestgruppe
brachten Stimmung auf den Saal. Die eben noch gescholtenen Fußballer sorgten
dann für das krönende Finale der Prunksitzung. Beim „Dinner for five „ konnten
Miss Sophie (Mark-Michael Schütze) und Butler James (Andreas Püffel) alle vier
Freunde noch „lebend“ begrüßen. Den Rest kennt man ja aus den alljährlichen
Silvestersendungen. „Kult“ sind inzwischen auch die beiden Hausmeister Krause
(Günter Riggert und Jochen Becker), die für den Bühnenumbau sorgen
Der zweite der drei tollen Tage in
Wieren begann in der Residenz des Prinzenpaares im 1000jährigen Bollensen. Die
Straße wurde dazu vom „Prinzenpräsi“ Horst Kiekbusch kurzerhand in Narrenweg
umbenannt. Am Abend füllte sich dann die Narrenhalle mit beängstigend
voluminösen Masken. Überdimensionale Fliegenpilze schossen aus dem Boden.
Darunter vergnügten sich die Cowboys mit ihren Cowgirls. Eine ganz Horde Piraten
jagte einem Brautpaar Angst und Schrecken ein. Vogelscheuchen tanzten mit
Ölscheichs, Graf Dracula und sein düsteres Gefolge ließ Blut spritzen und zum
Chaosmotto durfte natürlich eine Hexe (Gerd Kutz) nicht fehlen. Die deutschen
Fußballfans labten sich an extra großen Bierdosen. Die Funken aus Schostorf
hatten es da bei der Bewertung sehr schwer. Der Sieg bei den Einzelmasken ging
an die „Bettler“ Renate und Burkhard Schudde, ihr Bettelerlös von diesem Abend
an die Aktion Sommerbad Wieren. Die Palmen waren die Sieger bei den Gruppen und
schon erklang wieder das „Wieren-Lied“, steckten doch darunter die „Wierener
Saalspatzen“
Nach der Demaskierung, dann noch
ein buntes Tanzshowprogramm der blau-weißen Funkenmariechen des TuS Wieren und
der rot-weißen Funken aus Schostorf, die gleich ihr ganzes „närrisches
Präsidium“ mitgebracht hatten.
Um Mitternacht dann immer wieder
„Wieren Helau“. Kein Wunder Zeremonienmeister Dieter Schoop hatte das neue
Prinzenpaar ausgerufen. Monika, die „Dekorative“ und Reinhard, der
„durchtrainierte VW-ler“ werden mit Narrenkappe und Zepter nun Wierens Narren
von ihrer Residenz, der „Haasenburg“ aus, regieren. Und die erste Amtshandlung
des neuen Prinzenpaares kam gleich besonders gut an. Es gab Freibier.
Der Sonntag gehörte den Kindern.
Kinderprinzenhochburg in Wieren bleibt das „Bollenser Viertel“, ja es bleibt bei
Beckers sogar in der Familie. Jonas folgt als Kinderprinz auf seine Schwester
Laura. Auch der scheidende Kinderprinz Rene Köhler ist Nachbar der neuen
Kinderprinzessin Kirstin Weissert.
Zu den Fotos:
Volle Narrenhalle bei den
Tanzvorführungen der Mädchen des TuS Wieren

Auch der Inhalt von Mülltonnen war
auf der Prunksitzung in Wieren durchaus „reizvoll“

Ergebnis des Wierener
Fernseh-Kochstudios: Bernd Hintzpeter ist als Gockel genussfertig dekoriert

Vier betagte Gäste beim „Dinner for
five“ der Fußballer des TuS Wieren

Butler James (Andreas Püffel)
serviert „chicken“

Palmen sorgen im Winter auf der
Preismaskerade in Wieren für Urlaubsgefühl

Eine der größten Palmen war Prinz
Gerd Müller.

Mit Freibier und einem Küsschen in
Ehren begann die Regierungszeit des Wierener Prinzenpaares Monika und Reinhard
Haase

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