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Die Aussicht die Schlüsselgewalt über das Wrestedter Rathaus zu erhalten
mobilisierte die Prinzengarde im TuS Wieren. Angeführt vom amtierenden
Prinzenpaar Irina, der „Bauchtänzerin mit der flinken Nadel“ und Artur,
dem „Prinzen vom weißen Haus“ (Albrecht) gab es am 11.11. pünktlich um
11.11 Uhr kein Halten mehr. In voller Karnevalsmontur, so u.a. Heinz
Marksteiner mit seiner Teufelsgeige und mitgeführter
„Karnevalskonservenmusik“ wurde das Rathaus in Wrestedt gestürmt.
Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke und Wierens Bürgermeister Peter
Meyer taten zumindest überrascht. Es ging den Wierener Narren dabei
ausdrücklich um den Wierener Rathausschlüssel. Zumindest in der 5.
Jahreszeit bis zum Rosenmontag sollte dieses sicher verwahrt werden.
Begründung: „Die Ratsgremien werden wohl die Gemeinde Wieren auflösen.“
Doch keine Spur von Spannung. Im Gegenteil, zu Beginn der
Karnevalssaison für die kommunalen Repräsentanten ein Dreifaches „Wieren
Helau“. Dazu gab es vom Zeremonienmeister humorvolle Urkunden mit einer
Feder, die die Narrenkappe der Bürgermeister schmücken soll und
Erinnerungsfotos an das ehemalige „BKA“ (Benecke, Kahlert, Arnheim) All
das sorgte für Frieden. Der Wrestedter Rathausschlüssel für Wieren ging
so ohne Gewaltanwendung an Wierens Prinzenpaar, denn es wurde glaubhaft
versichert, dass das Rathaus in Wrestedt bleibt. Nach der
obligatorischen „Runde“ war dann für Prinzenpräsident Horst Kiekbusch
klar: Alle Bürgermeister, Ratsherren und –frauen samt Verwaltung sind
zur dreitägigen Maskerade in die Narrenhalle im Gasthaus Alt Wieren am
ersten Februarwochende eingeladen. Kleiner, aber gewollter
Schönheitsfehler: In den überreichten Einladungen als Gutschein wird das
übliche Eintrittsgeld gefordert. Na wenn da mal die chronisch klammen
Kommunen kommen werden um den Schlüssel zurück zu holen. |